Solingen streitet über zwei Fahrradrouten – Bürger fordern faire Alternativen
Sebastian HuberSolingen streitet über zwei Fahrradrouten – Bürger fordern faire Alternativen
In Solingen hat sich die Debatte um eine geplante Fahrradroute weiter zugespitzt, da lokale Gruppen nach alternativen Lösungen drängen. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) und dessen ABI-Fraktion im Stadtrat setzen sich gemeinsam mit CDU und FDP dafür ein, zwei gleichwertige Routenvarianten zu prüfen. Sie argumentieren, dass dieser Ansatz die Sicherheit für Radfahrer erhöhe und gleichzeitig auf breitere Akzeptanz in der Bevölkerung stoße.
In einem gemeinsamen Antrag von BfS, CDU und FDP wird betont, dass zwei separate Fahrradrouten parallel geplant werden müssten. Jan-Michael Lange, Vertreter des Bürgerbündnisses, besteht darauf, dass es nicht ausreiche, sich auf einen einzigen Vorschlag zu verlassen. Vielmehr müsse aktiv eine Alternative erarbeitet werden, um das bestmögliche Ergebnis für Anwohner und Unternehmen zu gewährleisten.
Kritik gibt es auch an der Darstellung der Bedenken aus der Bevölkerung. Die BfS-Fraktion wies Vorwürfe zurück, wonach die Ablehnung der Route auf eine sogenannte „PS-stärke-Fraktion“ zurückzuführen sei. Stattdessen handele es sich um berechtigte Sorgen der direkt Betroffenen.
Michael Bender, Bezirksvertreter des BfS, forderte eine inklusivere Diskussion. Er lud alle Beteiligten – darunter Anwohner, Unternehmen und Radverkehrsverbände – zu offenen und respektvollen Gesprächen ein. Ziel sei es, eine Entscheidung zu treffen, die Sicherheit, Praktikabilität und die Bedürfnisse der Gemeinschaft in Einklang bringe.
Laut Antrag sollen die lokalen Behörden detaillierte Pläne für beide Routen prüfen, bevor eine endgültige Wahl getroffen wird. Dieses Vorgehen soll den Entscheidungsgremien klare, vergleichbare Optionen für die Verkehrszukunft der Stadt liefern.
Der Vorstoß für zwei Alternativrouten ist Teil umfassender Bestrebungen, die Radinfrastruktur in Solingen zu stärken. Werden die Pläne genehmigt, können die Verantwortlichen das effektivste Design auf Basis von Bürgerfeedback und fachlichen Bewertungen auswählen. Das Ergebnis könnte wegweisend für künftige Verkehrsprojekte in der Stadt sein.






