Solingens Lieferkontor öffnet öfter für Besucher in der Wandersaison 2026
Lara KellerSolingens Lieferkontor öffnet öfter für Besucher in der Wandersaison 2026
Solingen macht das historische Lieferkontor für Besucher während der Wandersaison zugänglicher
Die Stadt Solingen arbeitet daran, das historische Lieferkontor in der Wandersaison häufiger für Besucher zu öffnen. Der einstige Knotenpunkt des berühmten Liewerfrauen-Handels wird von März bis Oktober öfter seine Türen öffnen. Die Veranstalter hoffen, mit Führungen und verlängerten Öffnungszeiten sowohl Einheimische als auch Touristen anzulocken.
Das Lieferkontor war einst das Herzstück von Solingens Handelsnetz. Hier legten die Liewerfrauen – Frauen, die Waren in Körben durch ganz Europa trugen – ihre schweren Lasten ab und erhielten Lohn für die Schleifer. Während diese Tradition andernorts im 19. Jahrhundert verschwand, hielt sie sich in Solingen länger.
Heute ist das Lieferkontor Teil des dezentralen Industriemuseums der Stadt und steht neben anderen historischen Stätten wie dem Hendrichs-Hammwerk und dem Wipperkotten. Das Museumskonzept verteilt die Industriegeschichte auf mehrere Standorte, statt sie an einem Ort zu konzentrieren.
Um die Zugänglichkeit zu verbessern, planen die Stadt und der Förderverein des Museums mindestens einen Öffnungstag pro Monat. Falls sich mehr Ehrenamtliche engagieren, könnten zusätzliche Termine hinzukommen. Der örtliche Guide Lutz Peters wird an vier Sonntagen von 11:00 bis 13:00 Uhr zusätzliche Öffnungen anbieten. Zudem ist für den 19. April um 13:00 Uhr eine geführte Wanderung geplant, die am Gründerzentrum startet und einem Abschnitt des Liewerfrauenwegs bis nach Wipperkotten folgt.
Die Stadtmarketing- und Tourismusförderung wird das Lieferkontor 2026 an fünf Terminen jeweils von 10:00 bis 14:00 Uhr öffnen. Langfristig soll der Standort jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober zugänglich sein.
Die erweiterten Öffnungszeiten sollen mehr Besucher ins Lieferkontor locken und Solingens industrielle Vergangenheit ins Rampenlicht rücken. Mit geführten Wanderungen, ehrenamtlicher Unterstützung und regelmäßigem Zugang wird die Stätte künftig eine größere Rolle im kulturellen Angebot der Stadt spielen. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Bestrebens, die lokale Geschichte lebendig und erlebbar zu halten.






