Solinger Seniorenbeirat trauert um Herbert Gerbig – ein Leben für die Gemeinschaft
Lara KellerSolinger Seniorenbeirat trauert um Herbert Gerbig – ein Leben für die Gemeinschaft
Herbert Gerbig, engagierter Stadtrat und langjähriger Vorsitzender des Solinger Seniorenbeirats, ist überraschend im Alter von 76 Jahren verstorben. Sein plötzlicher Tod hat Kollegen und lokale Verantwortungsträger in tiefe Trauer versetzt. Gerbig war weit über die Stadtgrenzen hinaus für seinen Einsatz für ältere Menschen und sein großes Engagement in gemeinnützigen Initiativen bekannt.
Gerbig trat dem Seniorenbeirat 2004 bei und übernahm 2009 dessen Vorsitz. Unermüdlich setzte er sich dafür ein, dass ältere Bürgerinnen und Bürger in der Kommunalpolitik Gehör fanden. Seine Arbeit prägte maßgeblich Politiken, die deren Bedürfnisse und Anliegen aufgriffen.
Er spielte eine zentrale Rolle bei der Etablierung nachhaltiger Projekte wie der „Taschengeldbörse“ und der Seniorenmesse Aktivia, die zu festen und beliebten Bestandteilen des Solinger Gemeinschaftslebens wurden. Sein Wirken beschränkte sich nicht auf den Seniorenbeirat: Jahrelang führte er den SPD-Ortsverein Ohligs sowie die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der Partei – trotz schwerer körperlicher Beeinträchtigungen nach einem Unfall.
Zudem gehörte Gerbig dem Aufsichtsrat des Solinger Städtischen Klinikums an, wo er sich besonders für hohe Pflegestandards und die Arbeitsplatzsicherheit des Personals einsetzte. Darüber hinaus vertrat er viele Jahre lang den Schlichtungsausschuss Bergisches Land, wofür er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Kollegen würdigen sein Lebenswerk und seine Persönlichkeit. Sabine Vischer-Kippenhahn, Co-Vorsitzende der Solinger SPD, nannte ihn einen „kraftvollen Fürsprecher der Älteren und eine verbindende Figur in der Stadt“. Iris Preuß-Buchholz, Vorsitzende der SPD-Fraktion, zeigte sich zutiefst erschüttert über seinen Tod. Sein Engagement für den sozialen Zusammenhalt und die Werte der Sozialdemokratie hinterlässt in der Gemeinschaft eine bleibende Spur.
