Streit um Castor-Transport: Atomabfall erreicht Zwischenlager Ahaus unter Protesten
Lara KellerStreit um Castor-Transport: Atomabfall erreicht Zwischenlager Ahaus unter Protesten
Ein Transportkonvoi mit einem Castor-Behälter für atomaren Abfall traf in den frühen Morgenstunden des Mittwochs im Zwischenlager Ahaus ein. Der Transport, der im Forschungszentrum Jülich begonnen hatte, wurde von Sicherheitskräften streng überwacht und stieß unterwegs auf Proteste.
Der Konvoi verließ Jülich gegen 10 Uhr am Dienstag und fuhr über eine vorübergehend für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße. Mehr als 2.400 Polizeibeamte waren im Einsatz, um die Operation abzusichern, unterstützt von Strahlenschutzteams, Anti-Drohnen-Einheiten und Spezialkräften. Während der Fahrt wurden keine Zwischenfälle gemeldet.
Bei der Ankunft in Ahaus versammelten sich Demonstranten vor den Toren der Anlage. Atomkraftgegner protestieren seit Langem gegen diese Transporte, die seit der ersten großen Lieferung vor 28 Jahren stattfinden. Seither wurden insgesamt 305 Castor-Behälter desselben Typs am Standort eingelagert.
Oppositionsparteien kritisieren die anhaltenden Atomtransporte. Unterdessen bestätigte die Landesregierung Pläne, künftig bis zu drei Castor-Transporte gleichzeitig durchzuführen.
Der Behälter erreichte Ahaus in den frühen Morgenstunden des Mittwochs ohne Störungen. Die Sicherheitsvorkehrungen blieben während des gesamten Einsatzes aufrechterhalten. Im Zwischenlager lagern nun 305 Behälter, weitere Transporte sind nach aktuellen Regierungsplänen zu erwarten.






