Streit um Kreisverkehr-Umbau in Ohligs: Bürgerproteste und politische Spannungen
Lara KellerStreit um Kreisverkehr-Umbau in Ohligs: Bürgerproteste und politische Spannungen
Die Pläne zur Umgestaltung des doppelten Kreisverkehrs in Ohligs haben unter lokalen Gruppen für Kontroversen gesorgt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt die Änderungen offen ab und wirft vor, dass zentrale Bedenken ignoriert wurden. Gleichzeitig unterstützen andere Parteien im Bezirksrat die Vorhaben.
Die BfS kritisierte den Entwurf, weil er keine „mobile Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen vorsieht. Zudem betonte sie, dass durch die neue Gestaltung ein zentrales Element des Ohligser Dorffestes entfallen würde. Trotz dieser Einwände billigte die Mehrheit des Bezirksrats die Pläne.
Während der Sitzung wurde der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) das Wort verweigert – obwohl die BfS ihre Beteiligung offiziell beantragt hatte. Dieser Schritt wird als Zeichen für einen Wandel im Umgang der etablierten Parteien mit lokalen Stimmen im Bereich Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid gewertet.
Die BfS bekräftigte daraufhin ihre Unterstützung für die Anliegen der Anwohner und bezeichnete deren Kritik als „vollkommen berechtigt“. Damit wächst der Druck auf eine Überarbeitung des Projekts.
Die Umgestaltung des Kreisverkehrs wird nun ohne die Mitwirkung der OWG umgesetzt. Unklar bleibt, wie das Dorffest künftig stattfinden soll, und die Ausgrenzung lokaler Gruppen hat die gewohnten Dynamiken im Rat verändert. Mit dem Fortschreiten des Vorhabens könnten weitere Debatten über die Einbindung der Bürgerschaft folgen.






