Subventionsstopp gefährdet Rentabilität privater Solaranlagen in Deutschland
Sebastian HuberSubventionsstopp gefährdet Rentabilität privater Solaranlagen in Deutschland
Eine neue Studie warnt, dass die Streichung von Subventionen für kleine Solaranlagen private Energieprojekte hart treffen könnte. Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln fanden heraus, dass die Abschaffung der EEG-Einspeisevergütung viele Anlagen in die Verlustzone drängen könnte. Die Ergebnisse wurden vergangene Woche in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht.
Die von Andreas Fischer und Ralph Henger geleitete Untersuchung analysierte die Folgen des Auslaufens staatlicher Förderung für kleine Photovoltaik(PV)-Anlagen. Sie ist Teil des Kopernikus-Projekts "Ariadne", das vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) koordiniert wird. Im Fokus stand, wie sich die für 2023 geplante Kürzung der Subventionen auf die Rentabilität von Haushalten auswirkt, die eigenen Solarstrom erzeugen.
Exakte Zahlen zu kleinen PV-Anlagen in Mehrfamilienhäusern liegen nicht vor. Allerdings stieg die Zahl der Solaranlagen in Deutschland von etwa 2,4 Millionen im August 2022 auf über 2,6 Millionen bis Mitte 2023. Mindestens 2 Millionen Haushalte erzielten im vergangenen Jahr Einnahmen durch die Einspeisevergütung für Solarstrom.
Ohne die EEG-Förderung könnten viele Kleinstanlagen kaum noch kostendeckend arbeiten, so die Forscher. Die Änderung drohe nicht nur neue Installationen unattraktiv zu machen, sondern auch die wirtschaftlichen Vorteile bestehender Anlagen zu schmälern.
Laut dem Bericht könnte der Wegfall der Einspeisevergütung kleine Solarprojekte für viele Hausbesitzer unwirtschaftlich machen. Da über 2 Millionen Haushalte derzeit auf diese Einnahmen angewiesen sind, könnte die Reform das Wachstum dezentraler Solarenergie bremsen. Die Ergebnisse erhöhen den Druck auf die Politik, den Subventionsabbau zu überdenken.






