21 March 2026, 02:04

"The Bachelorette" bricht erstmals eine ganze Staffel wegen Skandal ab

Plakat mit schwarzem Hintergrund, das eine Frau in einem weißen Kleid mit einer blauen Stola und einem weißen Hut mit einer Feder zeigt, die in einem Feld gelber Blumen unter einem hellblauen Himmel steht, mit der Beschriftung "The Bachelor of Arts Vacation August-September Number" in weißer fetter Schrift umgeben von einem goldenen Rahmen.

"The Bachelorette" bricht erstmals eine ganze Staffel wegen Skandal ab

Zum ersten Mal in der Geschichte des Franchise hat ABC eine gesamte Staffel von The Bachelorette abgesagt. Der Schritt folgt auf eine Kontroverse um ein Video aus dem Jahr 2023, das die Protagonistin Taylor Frankie Paul in einer hitzigen Auseinandersetzung mit ihrer Ex-Partnerin zeigt. Die Entscheidung markiert einen seltenen Kurswechsel für eine Serie, die Skandale sonst meist im Laufe der Ausstrahlung aufarbeitet.

Das Bachelor-Franchise steht seit Langem in der Kritik, was Vielfalt und kulturelle Sensibilität betrifft. Zwar gab es in den letzten Jahren mit den ersten schwarzen und asiatisch-amerikanischen Hauptdarstellern Fortschritte, doch die Show kämpft weiterhin mit Vorwürfen wegen mangelnder Repräsentation und dem Verhalten einzelner Kandidaten.

Die abgesagte Staffel sollte eigentlich Taylor Frankie Paul in den Mittelpunkt stellen – doch kurz vor der geplanten Premiere wurden ihre früheren Verfehlungen bekannt. Anders als bei früheren Kontroversen, die meist durch On-Air-Diskussionen oder Eingriffe der Moderation "gelöst" wurden, entschied sich ABC diesmal, die gesamte Staffel einzustellen. Dieser Bruch mit der Tradition deutet auf eine härtere Gangart gegenüber Fehlverhalten abseits der Kamera hin.

Vielfalt ist ein Dauerbrenner für das Franchise. Rachel Lindsay war 2017 die erste schwarze Protagonistin, gefolgt von Matt James als erstem schwarzen Bachelor 2020. Jenn Tran schrieb dann 2024 Geschichte als erste asiatisch-amerikanische Hauptdarstellerin. Dennoch sehen sich Kandidaten mit Migrationshintergrund oft einer überproportionalen Kritik der Zuschauer ausgesetzt.

Auch kulturelle Unachtsamkeit sorgte immer wieder für Empörung. Eine Folge aus dem Jahr 2019, die in Singapur spielte, zog scharfe Kritik auf sich, nachdem Kandidaten lokales Essen verspotteten. Zwei Jahre später verließ der langjährige Moderator Chris Harrison die Show, nachdem er einen Kandidaten verteidigt hatte, dem rassistisches Verhalten vorgeworfen wurde. Solche Vorfälle zeigen, wie sehr das Franchise weiterhin mit Repräsentation und Verantwortung hadert.

Während andere Formate wie Netflix' Never Have I Ever kulturelle Themen gezielt aufgreifen, hinkt The Bachelor bei der Aufarbeitung systemischer Probleme hinterher. Die Versuche, Fortschritte zu machen, bleiben ungleichmäßig – Rückschläge überlagern oft die erreichten Meilensteine.

Die Absage von Pauls Staffel setzt ein neues Zeichen für das Franchise. Sie zeigt, dass ABC bereit ist, die Produktion wegen Kontroversen komplett zu stoppen, statt sie innerhalb der Show aufzuarbeiten. Für eine Serie, die seit Jahren unter Beschuss steht, könnte dieser Schritt strengere Maßstäbe ankündigen – oder aber auf noch größere Herausforderungen hinweisen.

Hauptdarsteller mit Migrationshintergrund und kulturelle Fehltritte prägen weiterhin das Erbe des Franchise. Wie es diese Themen in Zukunft angeht, wird über seinen Platz in einer sich wandelnden Fernsehlandschaft entscheiden.

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