23 May 2026, 08:08

Vergessene Pioniere: Wie jüdische Unternehmer Düsseldorf prägten und fast in der Geschichte verschwanden

"Made in Düsseldorf" - warum jüdische Pioniere immer noch nicht anerkannt werden

Vergessene Pioniere: Wie jüdische Unternehmer Düsseldorf prägten und fast in der Geschichte verschwanden

Eine neue Ausstellung in Düsseldorf würdigt drei jüdische Unternehmer, deren Innovationen die Stadt und darüber hinaus prägten. Unter dem Titel „INNOVATIV, ERFOLGREICH, JÜDISCH“ eröffnete die Schau am 31. Oktober 2024 in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf. Im Mittelpunkt stehen die fast vergessenen Lebenswerke von Abraham Freundlich, Albert Schöndorff und Ludwig Loewy – Pioniere, deren Arbeit ganze Branchen revolutionierte, bevor das NS-Regime ihre Spuren tilgen wollte.

Abraham Freundlich, ein autodidaktischer Erfinder, wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu einer führenden Persönlichkeit in der Kältetechnik. Sein in Düsseldorf ansässiges Unternehmen lieferte Kühlsysteme an renommierte Kunden, darunter die Kaiserliche Marine, den russischen Zaren und das erste Kino der Stadt, die Lichtburg.

Ein weiterer prägender Unternehmer war Albert Schöndorff, der 1890 in Düsseldorf eine Bettfabrik gründete, sich später jedoch der Straßenbahnherstellung zuwandte. Seine Trams wurden im gesamten Deutschen Reich zum Alltagsbild und veränderten den städtischen Nahverkehr in zahlreichen Städten nachhaltig.

Der aus Böhmen stammende Ingenieur Ludwig Loewy machte das Düsseldorfer Unternehmen Schloemann mit hydraulischen Pressen weltweit bekannt. Seine technischen Fortschritte trugen später maßgeblich zum Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg bei, indem sie die Entwicklung der modernen Luftfahrt vorantrieben.

Trotz ihrer Verdienste wurden die drei Unternehmer vom NS-Regime verfolgt und ihre Namen sollten der Geschichte entzogen werden. Die Ausstellung setzt sich zum Ziel, ihr Andenken wiederherzustellen – mit freiem Eintritt bis zum 28. September 2025. Interessierte können zudem Gruppenführungen per Telefon oder E-Mail buchen.

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Gezeigt werden originale Dokumente, Maschinen und persönliche Zeugnisse, die das bahnbrechende Wirken der drei Männer wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken. Fast ein Jahr lang haben Besucher Zeit, zu entdecken, wie Freundlich, Schöndorff und Loewy das tägliche Leben in Düsseldorf und weit darüber hinaus prägten. Durch die Präsentation ihrer Erfindungen – von Kühltechnik über Straßenbahnen bis hin zur Luftfahrttechnik – sorgt die Gedenkstätte dafür, dass ihre Leistungen nicht länger in Vergessenheit geraten. Kostenloser Zugang und Führungen machen die Geschichte für alle erlebbar.

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