Wie Volkswagen aus der Lieferkettenkrise einen strategischen Vorteil schmiedete
Lara KellerWie Volkswagen aus der Lieferkettenkrise einen strategischen Vorteil schmiedete
Volkswagen Group Logistics hat Lieferketten-Herausforderungen in einen Wettbewerbsvorteil verwandelt – das betont Oliver Bronder, Geschäftsführer für Fahrzeuglogistik des Konzerns. Als Hauptredner auf der ALSC Europe-Konferenz in Bonn teilte er diese Erkenntnisse mit Fachpublikum. Die Veranstaltung, die vom 19. bis 21. März stattfand, brachte Branchenführer zusammen, um Innovationen in der Logistik zu diskutieren.
Die jüngste Lieferkettenkrise zwang die Volkswagen Gruppe zum schnellen Handeln. Bronder hob problemlösungsorientiertes Denken und interdisziplinäre Zusammenarbeit als zentrale Lehren hervor. Auf dem Höhepunkt der Störungen setzte das Unternehmen vermehrt auf gecharterte Lkw, um die Auslieferungen aufrechtzuerhalten. Mittlerweile haben sich die Abläufe stabilisiert, und der Lkw-Einsatz ist wieder auf Normalniveau zurückgekehrt.
Digitale Lösungen bilden heute das Rückgrat der Logistikstrategie von VW. Durch mehr Transparenz in der Datennutzung hat der Konzern die Nachfrageprognose und Kapazitätsplanung deutlich verbessert. Bronder unterstrich, dass diese Fortschritte direkt den Kunden zugutekommen – durch höhere Zuverlässigkeit.
Die Dekarbonisierung bleibt für Volkswagen Group Logistics ein zentrales Ziel. Der Plan konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: den Ausbau des Schienengüterverkehrs, die Umstellung auf Elektro-Lkw sowie den Einsatz von LNG-betriebenen Schiffen mit synthetischen Kraftstoffen. Diese Maßnahmen sollen Emissionen senken, ohne die Effizienz zu beeinträchtigen.
Auf der ALSC Europe wurden auch Branchen-Trends diskutiert. In Videointerviews von Red Sofa kamen Experten wie Dr. Michael Nikolaides von BMW, Jean-Marc Carlicchi von Renault und Levent Yuksel von Jaguar Land Rover zu Wort. Ein weiterer Höhepunkt war eine Session zur Förderung von Frauen in der Lieferkette.
Volkswagen Group Logistics hat seine Logistik vom reinen Unterstützungsbereich zum strategischen Erfolgsfaktor weiterentwickelt. Die Veränderungen in Prognose, Digitalisierung und Nachhaltigkeit spiegeln einen umfassenden Ansatz wider, der auf langfristige Resilienz abzielt. Die Maßnahmen sollen nicht nur reibungslosere Abläufe sichern, sondern auch den ökologischen Fußabdruck verringern.






