Willich plant höhere Kitagebühren – Geschwisterrabatte sollen gekürzt werden
Marie WolfWillich plant höhere Kitagebühren – Geschwisterrabatte sollen gekürzt werden
Willich plant neue Gebühren für Familien mit mehreren Kindern in der Kinderbetreuung
Die Stadt Willich prüft aktuell höhere Kosten für Eltern mit mehreren Kindern in Kitas, Hortbetreuung und Tagespflege. Geplant sind Kürzungen bei Geschwisterrabatten sowie die Einführung von Gebühren für bisher kostenfreie Betreuungsangebote. Viele Familien zeigen sich verärgert über die drohenden Mehrbelastungen.
Ziel der Stadt ist es, durch die Anpassung der Rabatte zusätzliche Einnahmen zu generieren. Doch die Pläne stoßen bereits jetzt auf Widerstand bei Eltern und lokalen Initiativen. Die Debatte um die Kitagebühren in Willich zieht sich bereits seit Längerem hin, ohne dass es zu nennenswerten Fortschritten gekommen wäre. Nun hat die Verwaltung konkrete Vorschläge vorgelegt: Der Geschwisterrabatt für das erste Kind in der Kita soll auf 75 oder 80 Prozent gedeckelt werden. Bei der Hortbetreuung könnte der Nachlass sogar auf 60 bis 70 Prozent sinken.
Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es lediglich um eine Anpassung der Geschwisterbeiträge und eine Indexierung der Gebühren gehe – ein vollständiger Wegfall der Rabatte stehe nicht zur Diskussion. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Vorschläge der Verwaltung noch von den gewählten Vertretern geprüft und beschlossen werden müssten.
Fallen die Pläne wie vorgesehen aus, könnte die Stadt durch die Kürzung der Geschwisterermäßigungen rund 500.000 Euro zusätzlich einnehmen. Weitere 100.000 Euro ließen sich erwirtschaften, indem die jährliche Erhöhung der Elternbeiträge auf drei Prozent begrenzt wird. In Nachbarstädten wie Nettetal und Kempen wird bereits ein Geschwisterzuschlag von 50 Prozent auf alle Betreuungsangebote erhoben.
Der Widerstand formiert sich bereits: Der Jugendamtselternbeirat (JAEB) lehnt die neuen Gebühren und mögliche Erhöhungen kategorisch ab. Auch die SPD-Fraktion in Willich wehrt sich gegen die Idee, Haushaltslücken auf dem Rücken der Eltern zu schließen. Viele Familien kritisieren, dass die Pläne gezielt Mehrkindfamilien benachteiligten.
Die Beschlüsse stehen noch aus – eine finale Entscheidung wurde bisher nicht getroffen. Sollten die Änderungen verabschiedet werden, träten sie im kommenden Jahr in Kraft. Eltern und lokale Gruppen bleiben jedoch in Opposition, sodass das weitere Vorgehen ungewiss ist.






