Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und klare Antworten
Emil SchmittWillich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und klare Antworten
Zwei geplante Kitas in Willich wurden wegen sinkender Nachfrage und knapper Haushaltsmittel gestrichen. Die Entscheidung lässt Eltern und lokale Initiativen ratlos zurück. Nun wachsen die Sorgen um die Zukunft der Kinderbetreuung in der Stadt.
Zwischen 2021 und 2025 sank die Zahl der in Willich für eine Kita angemeldeten Kinder um etwa 15 Prozent – von rund 2.800 auf 2.380 Plätze. Als Gründe nennen Stadtvertreter niedrigere Geburtenraten, die Zunahme von Homeoffice nach der Pandemie und weniger Familien, die in die Region ziehen.
Einziges verbleibendes Projekt der Stadt ist das generationenübergreifende Zentrum Reinershof, das auch die Kita Alperof umfassen soll. Doch die Finanzierung ist unklar, da ein externer Investor beteiligt ist. Das wirft Fragen nach dem Engagement der Stadt auf.
Am 6. März hatten Elternvertreter und der Förderverein der Kita Alperof einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch geschickt – ohne Antwort. Nun wird ein zweiter Brief vorbereitet, der die Angaben der Stadt zu den Wegen zu den Kitas infrage stellt.
Unter dem Motto "Kleine Füße, kurze Wege" wurde zudem eine Kampagne gestartet, die auf die Notwendigkeit lokaler Betreuungsangebote aufmerksam macht. Die Initiative hat den Bürgermeister zu direkten Gesprächen eingeladen, um langfristige Lösungen zu finden.
Mit der Streichung der beiden Kita-Projekte bleibt nur eine neue Einrichtung in Planung. Eltern und Aktivisten fordern weiterhin klare Antworten von der Stadt. Als nächste Schritte sind ein zweiter Brief und die Bitte um offene Gespräche mit dem Bürgermeister vorgesehen.






