05 April 2026, 00:40

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising mit rotem Protestzeichen

Eine Gruppe junger Frauen in weißen und roten Outfits tanzt vor einem Publikum, mit einer Fahne, Vorhängen und Deckenlampen im Hintergrund.

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising mit rotem Protestzeichen

Wuppertal schließt sich der globalen One Billion Rising-Kampagne an

Wuppertal hat sich der weltweiten Bewegung One Billion Rising angeschlossen, um gegen Gewalt an Frauen zu protestieren. Die Stadt veranstaltete ihre Aktion einen Tag früher als geplant, damit auch Schulklassen aus der Region teilnehmen konnten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich, um gemeinsam zu tanzen und rote Tücher als Zeichen der Solidarität mit Missbrauchsopfern zu schwenken.

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Die Initiative wurde 2012 von der Aktivistin Eve Ensler ins Leben gerufen. Bis 2026 haben sich bereits über 100 deutsche Städte und Gemeinden beteiligt – darunter Berlin, Hamburg und München, die 2013 eine Vorreiterrolle einnahmen. In Wuppertal fand ein Flashmob statt, bei dem die Menge zu den Worten "Tanz, um den Schmerz zu stoppen" tanzte und dabei rote Stoffe hochhielt.

Häusliche Gewalt bleibt in der Stadt ein drängendes Problem. Allein 2025 wurden fast 1.000 Fälle gemeldet, wobei Frauen mit großem Abstand die meisten Opfer stellen. Das Wuppertaler Frauenhaus ist das ganze Jahr über voll ausgelastet – ein deutlicher Beleg für den anhaltenden Bedarf an Unterstützungsangeboten.

Der Protest in Wuppertal unterstreicht das Engagement der Stadt, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt zu schärfen. Angesichts der überlasteten Frauenhäuser hoffen die Organisatorinnen und Organisatoren, dass die Kampagne zu besseren Schutzmaßnahmen und mehr Ressourcen führt. Gleichzeitig soll die Aktion besonders junge Menschen ermutigen, sich im Kampf gegen Missbrauch zu engagieren.

AKTUALISIERUNG

Behind the Scenes: Preparations and Symbolic Gestures for Wuppertal's Protest

The city organized open dance rehearsals to prepare participants for the flashmob. These sessions took place on 9 and 12 February 2026 at Wuppertal-Elberfeld's Urban Art Complex. Meanwhile, Soroptimist Clubs added a new symbolic element by distributing red shoes and operating an information table about support services for victims.