Zoll schlägt zu: Millionen an undeklariertem Bargeld in EU-Razzia beschlagnahmt
Emil SchmittZoll schlägt zu: Millionen an undeklariertem Bargeld in EU-Razzia beschlagnahmt
Deutsche Zollbehörden beteiligten sich an internationaler Großrazzia gegen illegale Bargeldbewegungen in der EU
Im Rahmen der Operation „BELENOS II“ gingen Zollbeamte im November 2024 gegen undeklarierte Großbeträge in Höhe von 10.000 Euro oder mehr vor, die in die EU ein- oder ausreisten. An der länderübergreifenden Aktion waren 22 Mitgliedstaaten beteiligt. Die Koordination übernahm der französische und der spanische Zoll, unterstützt von Europol. In Deutschland leitete das Zollkriminalamt die Maßnahmen und arbeitete dabei mit 13 Hauptzollämtern zusammen. Ziel war es, verdächtige Geldströme aufzudecken, die mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung in Verbindung stehen könnten.
Allein am Flughafen Berlin Brandenburg beschlagnahmten Beamte bei einer Person über 61.000 Euro. Insgesamt wurden im Zuge der Operation mehr als 110 Fälle nicht deklarierter Bargeldtransporte aufgedeckt – mit einem Gesamtvolumen von rund 1,6 Millionen Euro.
Nach EU-Recht müssen Reisende Bargeld oder gleichgestellte Zahlungsmittel ab 10.000 Euro anmelden. Bei Verdacht können die Behörden die Gelder vorläufig sicherstellen und prüfen. So leitete das Hauptzollamt Potsdam nach einer Beschlagnahmung ein Freigabeverfahren ein. Der Zollfahndungsdienst hat dann 30 Tage Zeit, um Herkunft und Verwendungszweck des Geldes zu überprüfen.
Die Aktion zeigte das Ausmaß undeklarierter Bargeldbewegungen innerhalb der EU. Die deutschen Behörden arbeiten weiterhin eng mit ihren europäischen Partnern zusammen, um strenge Kontrollen bei Großbeträgen durchzusetzen. Verdächtige Gelder werden vor einer möglichen Freigabe eingehend geprüft.






