03 April 2026, 12:07

Ruhr: Sauberer Fluss, aber Arzneimittel und Hitze bedrohen Ökosystem

Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte eines Flusses mit geografischen Merkmalen wie Bergen, Flussen und St├Ądten, begleitet von überarbeitendem Text.

Ruhr: Sauberer Fluss, aber Arzneimittel und Hitze bedrohen Ökosystem

Die Ruhr hat in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte bei der Wasserqualität gemacht. Gezielte Abwasserprojekte wie der Emscher-Umbau haben die Verschmutzung reduziert und natürliche Lebensräume wiederhergestellt. Doch steigende Temperaturen und Rückstände von Arzneimitteln bleiben anhaltende Herausforderungen für das Ökosystem des Flusses.

Zwischen 1992 und 2021 verwandelte das Emscher-Umbau-Projekt die Emscher und ihre Nebenflüsse, darunter die Berne. Arbeiter legten 436 Kilometer unterirdische Kanäle an und bauten vier große Kläranlagen, sodass bis 2022 kein ungereinigtes Abwasser mehr eingeleitet wurde. Zudem wurden 340 Kilometer Gewässer renaturiert, wodurch neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere entstanden.

Modernisierungen der Kläranlagen entlang der Ruhr haben die Nährstoffbelastung weiter verringert. Dennoch bleiben Arzneimittelrückstände – insbesondere von Schmerzmitteln – im Wasser nachweisbar. Die derzeitigen Filtermethoden konnten dieses Problem laut Ruhrverband noch nicht vollständig lösen.

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Gleichzeitig hat der Klimawandel die Wassertemperatur der Ruhr in 30 Jahren um fast zwei Grad Celsius steigen lassen. Diese Veränderung beeinflusst die Lebensbedingungen für Fische, auch wenn die genauen Auswirkungen auf heimische Arten noch unklar sind. Um Überschwemmungen durch stärkere Regenfälle entgegenzuwirken, setzt die Region auf Maßnahmen wie Regenwasser-Entkopplung und Versickerungssysteme.

Die Wasserqualität der Ruhr hat sich durch großangelegte Infrastruktur- und Aufbereitungsprojekte deutlich verbessert. Doch Arzneimittelbelastung und steigende Temperaturen bleiben Risikofaktoren. Die Behörden beobachten diese Entwicklungen genau und passen sich den klimatischen Veränderungen an.

Quelle