Solingen wird offiziell Mitglied der AGFS NRW für bessere Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur
Sebastian HuberSolingen wird offiziell Mitglied der AGFS NRW für bessere Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur
Solingen ist offiziell der Arbeitsgemeinschaft fuß- und fahrradfreundlicher Städte in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW) beigetreten. Der Beschluss fiel nach Vorlage der Mobilitätsstrategie der Stadt, in der ihre Bemühungen um Radinfrastruktur und Verkehrssicherheit präsentiert wurden. Ein Expertengremium stimmte am 26. September 2023 einstimmig für die Aufnahme.
Seit 2021 hat Solingen zahlreiche Projekte vorangetrieben, um die Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern. Dazu gehören der Ausbau des Radwegenetzes um über 20 Kilometer neue Strecken wie den Ruhrtalradweg und die Solinger Ringroute. Zudem führte die Stadt in zentralen Bereichen wie der Kölner Straße verkehrsberuhigte Fahrradstraßen ein und errichtete 15 neue Fahrradparkhäuser an wichtigen Knotenpunkten. Das StadtRad-Leihsystem wurde um 50 zusätzliche Stationen erweitert.
Das Gremium lobte Solingens systematischen Ansatz zur Verkehrssicherheit und die enge Zusammenarbeit der lokalen Behörden. Besonders hervorgehoben wurde die einzigartige Topografie der Stadt, die ihren Ruf als "Wanderparadies" unterstreicht. Als erfolgreiche Beispiele für verbesserte Mobilität wurden lokale Projekte wie die Korkenziehertrasse und die Veloroute 1 genannt.
Bei der Zustimmung zum Antrag sprach das Gremium zugleich Empfehlungen für weitere Verbesserungen aus, darunter die Verbreiterung von Gehwegen, die Optimierung von Ampelschaltungen und eine bessere Beschilderung für mehr Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern.
Die AGFS NRW zählt derzeit 118 Mitglieder, darunter benachbarte Städte wie Wuppertal und Langenfeld sowie den Rheinisch-Bergischen Kreis. Durch den Beitritt erhält Solingen Zugang zu Landesfördermitteln, Fachberatung und Möglichkeiten zum Wissensaustausch mit anderen Mitgliedskommunen.
Die Mitgliedschaft in der AGFS NRW ermöglicht es Solingen, die Mobilitätsinfrastruktur mit zusätzlicher Unterstützung weiterzuentwickeln. Die Stadt kann nun auf Landesressourcen, kostenlose Beratung und Netzwerke zurückgreifen, um die Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer weiter zu verbessern. Der Beschluss festigt Solingens Position als Vorreiter im Bereich nachhaltiger Stadtverkehr.






