Streit um Solinger Theater: SG_zukunft wirft Studie Vorbefangenheit vor
Sebastian HuberStreit um Solinger Theater: SG_zukunft wirft Studie Vorbefangenheit vor
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer aktuellen Szenariostudie zum Solinger Theater- und Konzertsaal geübt. Die Gruppe wirft dem Bericht Vorbefassenheit vor und bemängelt, dass zentrale Aspekte wie der graue CO₂-Fußabdruck des Gebäudes sowie ein unter dem Komplex liegender Bunker nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Laut SG_zukunft sei die Studie mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden und mangele es an Neutralität. Zudem warnt die Fraktion davor, den kulturellen Wert des Hauses allein an wirtschaftlichen Kriterien zu messen. Kategorisch lehnt sie Pläne ab, die einen Abriss der bestehenden Spielstätte zugunsten eines Neubauvorhabens für eine Feuerwehr- und Rettungswache vorsehen.
Zusätzliche Bedenken äußert die Fraktion hinsichtlich der Verkehrsbelastung durch eine neue Wache am Standort. Auch die Plausibilität der Kostenkalkulationen wird infrage gestellt – als Beispiel dient das Projekt der Feuerwache Ohligs, dessen Budget um über 20 Millionen Euro überschritten wurde.
In den kommenden Tagen werden die politischen Gremien der Stadt über die Zukunft des Theater- und Konzertsaals beraten. Dabei soll auch geprüft werden, ob eine vertiefte Machbarkeitsstudie zu den vorgeschlagenen Optionen in Auftrag gegeben wird.
SG_zukunft bleibt bei ihrer grundsätzlichen Skepsis gegenüber den aktuellen Plänen. Der Stadtrat wird die Vorlagen nun bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Eventuell wird eine weitere Studie beauftragt, um die Umsetzbarkeit der angedachten Veränderungen zu prüfen.
