Telekom setzt trotz Krisen auf Rekordwachstum und Glasfaserausbau bis 2027

Sebastian Huber
Sebastian Huber
2 Min.
Ein Nahaufnahme eines Server-Regals in einem Rechenzentrum mit elektronischen Geräten und Verbindungsdrähten, Teil eines Netzwerks.Sebastian Huber

Telekom setzt trotz Krisen auf Rekordwachstum und Glasfaserausbau bis 2027

Telekom skizziert ehrgeizige Wachstumspläne für 2025 – trotz steigender Kosten und regulatorischer Hürden

Trotz eines Jahres mit wachsenden Ausgaben und regulatorischen Herausforderungen hat die Telekom bei ihrer jährlichen Pressekonferenz ambitionierte Expansionsziele für 2025 vorgestellt. Die Unternehmensführung betonte solide Finanzkennzahlen, den Ausbau des Glasfasernetzes und den Vorstoß in Richtung digitaler Kundenservices.

Konzerchef Timotheus Höttges räumte zwar die Schwierigkeiten ein, lobte jedoch die Belegschaft für ihre starke Leistung in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.

Erweiterte Führungsetage bei der Pressekonferenz 2025 Im Vergleich zu den Vorjahren präsentierte sich das Führungsteam in diesem Jahr größer: Neben Höttges nahmen CFO Christian P. Illek, T-Systems-Chef Dr. Ferri Abolhassan, Europa-Vorständin Dominique Leroy und Telekom-Deutschland-Chef Rodrigo Diehl an der Veranstaltung teil. Höttges kündigte zudem Vertragsverlängerungen für Thorsten Langheim und Abolhassan an und dankte den Mitarbeitenden für ihren Einsatz angesichts stark gestiegener Kosten.

Mehrfachbelastung durch Energiepreise, Geopolitik und EU-Vorgaben Das Unternehmen hatte mit zahlreichen Belastungsfaktoren zu kämpfen – von höheren Energie- und Lohnkosten über geopolitische Spannungen bis hin zu verschärften EU-Regularien. Höttges kritisierte insbesondere das Digitale-Netze-Gesetz und monierte, dass sich immer weniger Wettbewerber an die Regeln hielten, während die Auflagen gleichzeitig strenger würden.

Wachstum im Festnetz- und Mobilfunkbereich Leroy vermeldete ein Plus von 3,9 Prozent bei den Serviceerlösen in Europa sowie 1,1 Millionen neue Glasfaser-Haushaltsanschlüsse. Diehl gab bekannt, dass 2025 fast 600.000 neue Glasfaserkunden hinzugewonnen wurden – bis 2027 peilt das Unternehmen eine Million an. Im Fokus stehen dabei ländliche Haushalte und der Zugang zu Mehrfamilienhäusern. Verbraucherschützer wiesen jedoch auf zunehmende Beschwerden hin, etwa über lange Wartezeiten bei Installationen und aggressive Haustürwerbung.

Im Mobilfunksegment verzeichnete die Hauptmarke Telekom Zuwächse in den Bereichen Geschäftskunden, Privatkunden und im Budgetsegment über die Tochtermarken congstar und fraenk. Diehl kündigte zudem an, die App "MeinMagenta" zur zentralen Plattform für Kundeninteraktionen auszubauen. Ziel sei es, bis zu 70 Prozent der Vertragsverlängerungen digital abzuwickeln.

Kulturwandel durch "T-Style"-Initiative Mit dem Programm "T-Style" treibt das Unternehmen einen kulturellen Wandel voran, um schneller, schlanker und agiler zu werden. Trotz Herausforderungen wie Stromausfällen, Sabotageakten und Währungsschwankungen bleibt die Telekom auf ihrem Kurs: Netzausbau und digitale Transformation stehen weiterhin im Mittelpunkt.

Strategie 2025: Glasfaser, Digitalisierung und Effizienz Die Strategie der Telekom für 2025 konzentriert sich auf den Glasfaserausbau, digitale Kundenservices und operative Effizienz. Bis 2027 sollen eine Million neue Glasfaserkunden gewonnen werden – bei gleichzeitiger Bewältigung von Installationsverzögerungen und regulatorischen Hindernissen. Die Verlängerung von Führungsverträgen und kulturelle Reformen unterstreichen den Willen zur langfristigen Stabilität in einem volatilen Marktumfeld.

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